hamburg - joinville

Das Hotel de L'Europe 1849 in Hamburg

 

Übersetzung Portugiesisch - Deutsch

Übersetzung Vertrag LL.AA.RR/Schroeder Col. Da. Francisca

 

1.    - am 5. Mai 1849

Registernummer  37 716

Stempel Nº 2195

Zwei Mark

Für zwei Exemplare      den 5. Mai 1849

 

Zwischen den Unterzeichnern

        

2 -  Herr Aubé (Luis François Léonce) wohnhaft in Paris, Rue Grange Betelière, 17, rechtmässiger Sonderbevollmächtiger der LL.AA.RR  MJ. Ihre Hoheiten der Prinz und  Madame, die Prinzessin von Joinville.

 

3.- Wortlaut  der Vollmacht , die durch den Notar  The John Lise Venn in London, in Gegenwart von Zeugen , im Château de Claremont am 16. März  1849 ausgestellt wurde.

 

4.- Auf der einen Seite der Herr Senator Christian Mathias Schroeder, wohnhaft  in Hamburg, in der Catarinenstr. 40 auf der anderen Seite wurde Folgendes erklärt:

 

5 .- LL.AA.RR. MJC , der Prinz und die Prinzessin von Joinville, nachdem sie das Projekt von Gander erhalten haben, eine Kolonie im Süden, nicht besiedelter Ländereien, die ihnen im Distrik S. Franciso gehören, in der  Provinz Santa Catarina in Brasilien, zu dem Zweck . einen Teil dieser Ländereien zu räumen und zu bepflanzen, die  M.Schroeder sich erboten hat für sie zu kolonisieren.

 

 6.- LL.AA.RR  erklärt sich mit dem unten Aufgeführten einverstanden (oder  auch mit künftigen, zusätzlichen Klauseln). Sie unterschreiben und erklären sich also mit  dem Inhalt des Dekrets einverstanden.

 

 

§ 1  Konzession von 8 (acht spanischen) Quadratmeilen Ländereien

 

LL.AA.RR M, der  Prinz und die Prinzessin von Joinville, gewähren und treten ab,  zwecks  endgültiger Veräußerung an M. Schroeder , der sie ohne Vorbehalt übernimmt : 8(acht spanische) Quadratmeilen Land, bestimmt zur Gründung einer Kolonie, wie folgt: Sie sind damit einverstanden, 16.000 (sechzehntausend) Hektar auf jeder  Quadratmeile zu besiedeln, die von Herrn Schroeder auszusuchen sind und zwar in einem zu bezeichnenden Gebiet , sobald die Hälfte  der LL.AA.RR gehörenden Ländereien , im Distrikt São Francisco, Provinz Santa Catarina, Brasilien, bepflanzt sind..

 

 

§ 2 – Bestimmung über die Lage 8 Quadratmeilen Fläche

 

Über den Zweck der Konzession der genannten Ländereien , wie in jeder Kopie des Vertrages beschrieben, gibt  der vorliegende Vertrag über den Plan  Auskunft ,  der  nach seiner Billigung vorschriftsmäßig unterzeichnet sein wird. In diesen Plan wurden zwei Linien eingezeichnet, die eine geht aus  von D  und befindet sich  in der Markierung 7, entlang der Richtung Osten( des Erdglobus) und die andere , ausgehend vom Punkt A , befindet sich in der Markierung 8 und  folgt derselben Richtung bis sie sich auf der Serra do Mar treffen. Der Raum, der durch diese beiden Linien und der Linie vor dem Eigentum , bezeichnet wird,  bildet ein Vieleck, das nicht weniger  als elf Quadratmeilen , jede zu 16000 Hektar, enthalten darf, so beschrieben  in der Wahl, die M. Schroeder  getroffen hat , laut der ihm gewährten

8 (acht) Quadratmeilen.

 

Folglich kann M. Schroeder eine solche Anzahl aus den ihm gewährten Ländereien  auswählen, wie ihm Landlose innerhalb  des oben beschriebenen Raumes zustehen,  vorausgesetzt, dass er keine Zwischenräume lässt, die kleiner als 16 Ha. sind, um jeweils die oben angegebenen Grenzen  zu respektieren.

 

 

§ 3 – Einzelheiten, die in der  Konzession inbegriffen sind

 

LL.AA.RR  stimmen ausserdem zu, dass M. Schroeder über Bauten, sowie über Felder. auf allem seinem Besitz, infolge der begonnen Arbeiten verfügen darf.

 

 

§ 4 -  Vorbehalte

1)    Aber LL.AA.RR. (Ihre Königlichen Hoheiten)  behalten sich das Recht über 8 (acht) Quadratmeilen vor, sodass  sie sich  ein oder zwei Landlose aussuchen können, die zu dem Komplex gehören, welchen Mathias Schroeder zur Gründung  eines Stadtplatzes bestimmt hat; und 500 (fünfhundert) Hektar, die  urbar  zu machen sind, je nach ihrer Wahl, auf einem oder mehreren Landlosen, bestimmt für Landwirtschaft.

2)     LLAARR haben auch das Recht, Bodenschätze irgendwelcher Art auszubeuten, ob bekannt oder unbekannt, die im Bereich dieser Ländereien  vorkommmen könnten. Den Hoheiten bleibt also das volle Recht  über die Bodenschätze vorbehalten, die auf den konzedierten Landlosen entdeckt werden, selbst wenn  sie zu irgendeinem Zeitpunkt an Dritte verkauft werden sollten.

LLAARR steht somit das Recht zu, die Ernte  von den entsprechenden Besitzungen einzuholen, soweit sie zur Ausbeutung in Frage kommen, immer der Ader folgend, wo entweder an der Oberfläche oder unterirdisch  gearbeitet wird, ganz nach Wunsch. Die einzige Bedingung: Mathias Schroeder oder seine Käufer  folgendermassen zu entschädigen: ohne Entgelt  wird  ihnen eine Landfläche zugestanden, die doppelt so groß ist, wie die vorher konzedierte.

LLAARR schulden erneute Bezahlung denjenigen, die Anspruch  auf Zahlungen haben, nachgewiesen durch Gutachter, im Bezug  auf Bauten, Pflanzungen oder Felder auf den Ländereien, die ihnen abgenommen werden, sobald LLAARR ihre Rechte geltend machen.

 

 

§ 5 – Konzessionsbedingungen

 

Die vorliegende Konzession vollzieht  sich unter folgenden Auflagen und Bedingungen, die Mathias Schroeder als Preis  für die 8 (acht) Quadratmeilen  Landfläche  zu halten verspricht

 

1)    Auf diesen Ländereien eine Kolonie zu gründen, die Gegenstand dieses Vertrages ist.  So wird sich Herr Schroeder für die Ansiedlung von 1.500 (eintausend –fünfhundert) Personen  beiderlei Geschlechts einsetzen, die gute Sitten und Gebräuche haben, Bauern oder Handwerker.

Einhundert erwachsene Siedler  in den folgenden fünfzehn Monaten, die in einem europäischen Hafen mit Ziel der Kolonie eingeschifft werden, 200(zweihundert)) irgendwelche Siedler  in den folgenden 9 (neun) Monaten und 400 (vierhundert) in den folgenden 3 (drei) Jahren, sodass die 1.500(eintausendfünfhundert) Siedler im Zeitraum von bis zu 5 (fünf) Jahren auf der Kolonie eintreffen; dann läuft der Termin ab. Ihm wird dafür eine genügend große Landfläche konzediert, zu Preisen und Bedingungen, die auszuhandeln sind.

2)    Mathias Schroeder ist verpflichtet, einen Agenten zur Kolonie zu entsenden, um  zweckmäßige Unterkünfte und Hallen für den Empfang der Siedler, sowie die nötigen Lebensmittel für ihren Unterhalt vorzubereiten. Dieser Agent soll von  Hamburg  nach Rio de Janeiro innerhalb von drei Monaten nach Unterzeichnung dieses Vertrags  durch LLAARR ausreisen.

3)    Mathias Schroeder verpflichtet sich , den Siedlern während der ersten zwei Jahre  nach Eintreffen der ersten Gruppe zu besorgen: Unterkunft, alles Hausgerät und alles geeignete Handwerkzeug zur Rodung und Anpflanzung des Korns . Dabei sollen für die Haltung der Haustiere, sowie für die Jagd im Allgemeinen gemäßigte Preise  beachtet werden. Auf alle Fälle haben die von Herrn Schroeder herbeigeschafften Siedler keine Zahlung  zu leisten für Lebensmittel, Hausgeräte und andere Gerätschaften. Herr Schroeder ist nicht verpflichtet, ihnen Darlehen  zu  gewähren oder auf Borg zu verkaufen. Er  ist lediglich verpflichtet, ihnen Lebensmittel, während der Arbeitszeit zu liefern, wenigstens  dreimal wöchentlich, während des ersten Jahres nach ihrer Ankunft, ohne dass dadurch Schaden für die Kolonie entsteht. Es wird ab sofort vereinbart, dass für diese drei Tage kein Lohn gezahlt wird und dass der  Lohn für diese Arbeit, ganz gleich welcher Art, von Herrn Schroeder  zu zahlen ist;  für Männer nicht unter vierhundert Reis  sein darf, wobei zu beachten  ist, dass 360 Reis einem Franken entsprechen, oder einem Wert, der sich nach den Variationen des Wechselkurses oder des Geldes richtet. Zu beachten ist  ferner, dass Frauen und Kinder während dieser Wochen nicht arbeiten.

             Schließlich ist Herr Mathias Schroeder verpflichtet, immer, im Verlauf von zwei Jahren nach Ankunft der ersten 100 Siedler, ein Lagerhaus in der Kolonie zu halten, mit einem Vorrat an den nötigen Lebensmitteln,  auf mindestens 15 Tage, und dass die Kolonie während dieser Frist alle Versorgungen und die  nötigen Arbeitshandwerkszeuge  bereit halte, die zu ihrer Entwicklung  und ihrem  Gedeihen  dienen.

     Irgendwelche Anstalten zum Widerruf oder Aufhebung des vorliegenden Vertrages entheben Herrn Mathias Schroeder  nicht von den Verpflichtungen dieses Artikels.

 

4)        M. Schroeder wird dem Bau von Kirchen, Krankenhäusern, Schulen usw. gemäß der Entwicklung der Kolonie den Vorrang geben, indem  er Priester, Pastoren, Ärzte usw. in genügender Anzahl entsendet. Die Bauten dürfen unter keinen Umständen demgegenüber verändert werden, als dafür,  wozu sie ursprünglich bestimmt wurden und werden, als Gut der Gemeinschaft angesehen.     

               Damit die Gemeinschaft zur Erhaltung desselben  und anderer öffentlicher Belange wie Strassen, Brücken usw  nicht von  einem Sonderfonds abhängig sei, ist M. Schroeder ermächtigt, von den Eigentümern einen jährlichen Beitrag zu erheben , dessen Höhe und Art von den, von den Siedlern ernannten Delegierten, bestimmt wird, der jedoch nicht unter 2000 Reis (2 Milreis) pro Familie liegen darf.

 

5)          M. Schroeder verpflichtet sich,  Strassen und Wege zu bauen, wie es ihm nötig erscheint, über die konzedierten Ländereien hinweg, damit allen  bewohnbaren Teilen der Kolonie der öffentliche Zugang ermöglicht wird.

          Jeder Eigentümer muss dafür sorgen, dass alle Strassen und Wege, die zu seinem Eigentum führen, in einem guten Zustand  erhalten bleiben.

          Herr Schroeder verpflichtet sich, verantwortungsvoll dafür Sorge zu tragen, dass diese Klausel erfüllt wird.

 

6)         LL.AA.RR.  gewährt allen Siedlern das Recht  zur Jagd, im ganzen Gebiet der Konzession, sowie auch zum Fischfang  und zum Bootsverkehr auf den Teichen, Seen und Flüssen und auch über dies Gebiet hinaus, also nicht zur Konzession gehörig.

          LL.AA.RR behält sich das Recht vor,  Mathias Schroeder wie auch seinen Siedlern größere Landflächen zu konzedieren, die sich für das Gedeihen der Kolonie als nützlich erweisen, um zu vermeiden,  dass die Arbeiter  ihr Interesse  an der Entwicklung der Kolonie verlieren. Darum soll er am Rand der Seen und der beiden Flüsse, Bäche und  Bächlein einen 5 Meter breiten Landstreifen belassen zur Erhaltung der Ufer zwecks Bearbeitung und  Nutzung der erwähnten Gewässer.

          Bezüglich der Quellen, die  auf den konzedierten Landlosen nach ihrer Abholzung auftreten, dürfen die Flüsse nicht von ihrem

          natürlichen Lauf abgeleitet werden.

 

7)  M. Schroeder verspricht, all seinen Einfluss und  seine Tätigkeit geltend zu  machen, um den Arbeitern eine vorteilhafte Ausrichtung im allgemeinen Interesse der Kolonie zu vermitteln.

 

     8)  M. Schroeder wird sich sofort bei der brasilianischen Regierung um die Privilegien bemühen, wie  für dies Unternehmen vereinbart (nach dem  Wortlaut der beigefügten Note), um den Handel bestmöglich zu erledigen, wobei LL.AA.RR ihren ganzen Einfluss  geltend machen werden, um mehr zu  erreichen, falls ihnen etwas vorenthalten werden sollte.

                  

                M. Schroeder hat das Recht den vorliegenden Vertrag zu widerrufen, muss aber ihrer Königlichen Hoheit   von dem Widerruf innerhalb einer Frist von längstens 12 Monaten  Mitteilung machen, von diesem Tage an gezählt,  ab dann gelten alle Bestimmungen dieses Vertrages , sowie  alle sich ergebenden Privilegien , ob nun vereinbart oder nicht.

 

                Im Falle eines Widerrufs  gilt die Aufhebung dieses Vertrags ganz einfach und alle  von Herrn Schroeder aufgeführten Bauten fallen LL.AA.RR, ohne Entschädigung zu.

 

 

§ 6  -  Versprechen über die Konzession von weiteren 12 Quadratmeilen

          

         Herr Aubé verspricht u.a. für und im Namen von LL.AA.RR Herrn Schroeder – der provisorisch und ohne Vorbehalt das schon Erwähnte annimmt – weitere 12 Quadratmeilen  zu je 1.600 Ha. zu konzedieren, nach seiner Wahl, wie ihm  für die Ländereien zugesagt wurde, die ihm im oben genannten Distrikt S. Franciso zustehen.

 

 

§ 7- Bestimmung über Lage

 

Damit der Zweck dieser Konzession ganz klar bestimmt  sei, wurden auf der beiliegenden Karte zwei Linien eingezeichnet, die eine ausgehend vom Punkt D der Markierung 7 als einzige Grenze  zu den ersten 8 Quadratmeilen; eine weitere, vom Punkt P, Markierung 21 ausgehend, in gerader Linie in Richtung Ost/West, beide  bis zur Serra do Mar. Wie man auf der Karte sieht, umschließen beide Linien einen Raum,  worin  die oben konzedierten Quadratmeilen sofort auszusuchen sind. Sie werden an dem einen Ende durch die Serra do Mar  eingegrenzt und  am anderen durch die Linie davor, zwischen den beiden Punkten D, Markierung 7 und P, Markierung 21, eingezeichnet auf der beiliegenden Karte.

Die 12 Quadratmeilen, deren Konzession versprochen wurde, werden nach Wahl von M. Schroeder eingeschätzt, ob es sich nun um den Rest des zuerst demarkierten Raumes handelt, oder um den übrigen Zwischenraum, aber ungeachtet der Teile der beiden Räume, welche die  Lose bilden,  was immer zu geschehen hat, wenn der Zwischenraum zu jedem Landlos nicht weniger als die Hälfte von 16 Hektar beträgt und keiner von ihnen über den Raum zwischen den  beiden letztgenannten Linien hinausgeht.

Alles, was oben bezüglich Bauten, Felder, Handel auf den 8 Quadratmeilen konzedierter Ländereien gesagt wurde, sowie  bezüglich der Bodenschätze, Seen, Flüsse usw. gilt ebenso, mit demselben Wortlaut, für die 12 Quadratmeilen, die jetzt versprochen wurden.

 

§ 8 - Über  Verzögerung  bei der endgültigen Annahme  dieser Versprechen

 

Nach Ablauf des 4. Jahres, vom heutigen Tage an, muss Herr Schroeder erklären, ob er  endgültig die versprochene Konzession von 12 Quadratmeilen Land annehmen will, widrigenfalls oder bei Ausbleiben seiner Erklärung – Verzögerung möglich, so ist das Versprechen rechtens null und nichtig.

 

 

§ 9 -  Abmachungen im Falle von Zurückweisung

 

Wenn Herr Schroeder  auf die Konzession von 12 Quadratmeilen verzichtet, so wird es als dasselbe angesehen, wie wenn er  die Erklärung innerhalb der vorher festgesetzten Frist nicht macht, noch  weniger, wenn er im 5. Jahr  weiterhin Siedler auf die 8 Quadratmeilen schafft  und  Ländereien an sie verteilt, so gilt das , wie schon gesagt, gerade als Bruch der Klauseln des vorliegenden Vertrages.

Im Laufe des 5. Jahres muss zu Lasten von M. Schroeder die Festlegung der Grenzen und Abmessung  der Ländereien , die bis dahin noch nicht konzediert sein sollten und diese, umgekehrt wie sonst, zur Besiedlung, mit Genehmigung von LL.AA.RR. Er ist beauftragt durch mündliche Vorgaben  gemäß der genauesten Kopie des Planes, auf dem alle Konzessionen eingezeichnet werden, wie im beizulegenden

Plan vorgesehen.

 

Bedingungen im Falle der Annahme

 

1)    Wenn M. Schroeder  seine Bereitschaft zur definitiven Annahme der 12 Quadratmeilen erklärt,  so ist er verpflichtet mindestens 2.500 Siedler nach Brasilien zu bringen, und das in einem Zeitraum von 5 Jahren  und zwar von der ersten Periode von 5 Jahren an gerechnet, wie oben festgesetzt, zur Besiedlung  der ersten 8 Quadratmeilen, nämlich 500 Siedler pro Jahr  , sodass er im Zeitraum von 10 Jahren, von jetzt an gerechnet, 4000  herbeigeschafft haben muss.

 

2) Der Preis  der 12 Quadratmeilen, die hierdurch konzediert werden, wird im vorliegenden Vertrag auf 10 Franken pro Hektar festgesetzt. Dieser Preis wird am Ende eines jeden Jahres gezahlt,  so wie sie an die Siedler im Laufe desselben Jahres  abgegeben werden. Sollte jedoch die jährlich  verteilte Anzahl unter  3.840 (dreitausendachthundert und vierzig) Hektar  liegen, so ist Herr  Schroeder trotzdem verpflichtet, LL.AA.RR die vereinbarten 10 Franken,  also die Summe von 38.400 (achtunddreißig tausend und vierhundert) Franken als  Entschädigung  zu entrichten, ohne dass jedoch auf die übrigen Verpflichtungen verzichtet wird, die in diesem Vertrag enthalten sind.

 

      3)  Im Verlauf des zehnten Jahres werden Herrn Schroeder  die Spesen mit Absteckung und Vermessung der Ländereien  belastet, die etwa noch nicht konzediert oder verkauft  sein sollten,  mindesten 20- Quadratmeilen und diese  mit Autorisation von LL.AA.RR. Er ist  durch mündliche Vorgaben mit dem gesamten  Vorgang beauftragt, gemäss der Kopie, welche dem Plan beigegeben ist , woraus  im Einzelnen hervorgeht, welche Ländereien Herrn Schroeder oder seinen Käufern , die dort aufgeführt sind, definitiv gehören.

           

 

§ 10 Allgemeine Klausel

 

1. Sollte die Kommunikation zwischen dem Hamburger Hafen und dem von São Francisco unterbrochen werden, wegen eines Krieges, einer Blockade oder eines anderen Ereignisses, infolge eines Notstandes, so dass die Ausführung dieses Vertrages nicht erfüllt werden kann, dann gelten die vereinbarte Fristen und Termine sofort als verlängert, solange die Unterbrechung nötig ist, auch wenn dieselbe länger als ein Jahr dauert. Herr M. Schroeder hat die Befugnis, alle Verpflichtungen, sofort, einfach und problemlos aufzuheben.

 

2. Es ist ausdrücklich verabredet, dass Herr M. Schroeder, durch eigene Verfahren, unter Berücksichtigung aller Ausgaben entstehende Kosten übernimmt, für die durch ihn entstandenen und durchgeführten Trainings und Ausbildungen, in der Firma, und dass LL.AA.RR. niemals,  unter keinen Umständen, oder irgendeiner anderen Veranlassung, aufgefordert wird, irgendeine Summe oder Geld zu zahlen für irgendeine Ausgabe oder Unkosten.

 

3.  Am Ende eines jeden Jahres muss Herr M. Schroeder dem Vollmacht- fonds/Reserve (Bevollmächtigten) der LL.AA.RR. einen vollständigen Bericht über den Stand der Kolonie anfertigen, in dem ein Grundbuch/Kataster(? Grundbuchverzeichnis?)  zu finden ist, das die Ländereien ausweist, die an die Kolonisten  verteilt  worden sind , so wie auch die Verbesserungen, Strassen, Wege und die durchgeführten Arbeiten, die durch Herrn M. Schroeder unternommen worden sind.

 

4.  Sollte Herr M. Schroeder versäumen,  irgendeine Klausel des hier vorliegenden Vertrages auszuführen, hat der Prinz das Recht diesen Vertrag zu annullieren und den Besitz der ganzen Ländereien wieder  an sich zu nehmen, die bis zu der Zeit noch nicht zugestanden, verteilt oder verkauft worden sind, so wie auch alle Grundbesitze die Herr M. Schroeder  in der Kolonie hat, ohne dass irgendein Schadenersatz dafür  zu leisten ist. 

Damit Herr Schroeder in  Zukunft  diesem Artikel nicht zuwider handeln  kann, dürfen die Ländereien, die den Kolonisten zugeteilt worden sind, nicht die  berechneten Masse der 8 Hektar pro Person überschreiten,

 

5. Von ihrem Anteil darf LL.AA.RR. nicht, und das darf und muss Herr M.  Aube versprechen und auch, in seinem Namen, sich verpflichten, dass in 10 Jahren, von diesem Tag an, kein gleicher Vertrag mit anderen   abgeschlossen wird  als nur mit Herrn Schroeder selbst. Aber, LL.AA.RR behält sich das Recht vor,  Bewilligungen zu erteilen unter den Bedingungen die ihren Interessen vorteilhaft  erscheinen.  LL.AA.RR. erklärt auch, dass sie keine unfaire Konkurrenz zulassen wird, die gegen die Interessen der Kolonie ist, welche durch Herrn M. Schroeder gegründet worden ist, und versprechen dass sie alles in Betracht ziehen werden , was eine tatsächliche und ernste Konkurrenz darstellen könnte.

Somit, LL.AA.RR.  verpflichten sich, keine Gewährungen ihrer Ländereien an die Siedler/Kolonisten zu machen, die durch

Herrn M. Schroeder vermittelt worden sind, ohne seine vorherige Einwilligung oder Zustimmung.

 

6.  In Brasilien bevollmächtigen LL.AA.RR. eine Person, die dafür verantwortlich ist, dass alle die Klauseln und Verpflichtungen dieses Vertrages erfüllt werden; alle Erklärungen die demselben erlauben eine ernsthafte und effiziente  Kontrolle auszuüben, dieselben müssen/sollen ihm sowohl von der Leitung der Kolonie, S.Francisco,  zugestellt werden als auch von dem Bevollmächtigten der LL.AA.RR. der das Recht hat seine Einwände vorzulegen.

 

 7.  M. Schroeder  hat eine sechswöchige Frist oder vierzig Tage von diesem Tag an, von diesem Vertrag Abstand zu nehmen, der ganz einfach und lediglich auf Grund seiner diesbezüglichen Erklärung als aufgehoben gilt, ohne dass irgendwelcher  Schadenersatz von dem Einen oder dem Anderen zu zahlen ist.  Aber dieser Vertrag gilt als endgültig angenommen, unmittelbar  nach Ablauf einer Frist von 45 Tagen, in der keine Beanstandung erfolgt ist oder in einer annähernden Zeitspanne. Sollte Herr M. Schroeder die hier aufgeführten Arbeiten, zu der hier angezeigten Zeit noch nicht erfüllt haben, in dem Herr Schroeder die ersten 100 Kolonisten angesiedelt hat, verpflichtet er sich LL.AA.RR. einen 20.000 Franken Schadenersatz zu zahlen, bezüglich der Zinsen für die verursachten Verluste, und die Ländereien werden der LL.AA.RR in ihrer Gesamtheit zurückgegeben.

Nachdem die ersten 100 Kolonisten   auf ihrem Land angesiedet worden sind, sind keine Zinsen oder Schadenersatz mehr fällig, sondern nur die Rückgabe der Ländereien an LL.AA.RR. zu den vorher vereinbarten Bedingungen, die in dem Artikel der Allgemeinen Klausel beschrieben stehen. Sollte aber diese Klausel sich über die Gewährung der 12 Meilen  erstrecken, muss LL.AA.RR Herrn M. Schroeder die schon bezahlten Ländereien zu 10 Franken wieder zurückgeben  oder  Herrn M. Schroeder  zu demselben Preis die Ländereien die er schon besaß und die die 8 Hektar  per angesiedeltem  Kolonisten überschreiten.

 

8. Die Besitztitel der Ländereien die an die Kolonisten verteilt worden sind - da sie wertvoll sind - müssen vom Bevollmächtigtem der LL.AA.RR gegengezeichnet sein und im Anschluss daran, dem Vertreter M. Schroeders zurückgegeben werden, der sie dann den Kolonisten wieder abliefert. 

 

Die Demarkationslinien werden abgesteckt, und die Besitztitel der Ländereien werden nach brasilianischen Recht und Regeln registriert.

 

Im Besitz dieser Besitztitel muss der Vertreter M. Schroeders ein Register anfertigen, das auch von demjenigen gegengezeichnet sein muss, der die Zahl der besetzten Hektar nachprüft.

 

Bevor die Besitztitel ausgegeben werden, muss der Vertreter  M. Schroeders  eine Deklaration für jeden Käufer unterschreiben über die Verpflichtungen, die in den Klauseln dieses Vertrages vorkommen und eingehalten werden müssen. Die neuen Käufer müssen genau dieselben Verpflichtungen eingehen und folgen, da sie mit den Ländereien verknüpft sind.

 

LL.AA.RR. erklärt , dass auch diejenigen, die keine Kolonisten oder Pächter auf den ihnen reservierten oder die ihnen noch gehörenden Ländereien haben , durch diese Bewilligung eingegrenzt sind, ohne eine solch selbe Deklaration zu fordern.   

 

9. Es wird hierdurch vereinbart, dass alle Beanstandungen die zwischen  LL.AA.RR. und Herrn M. Schroeder über die Ausführung der Klauseln dieses Vertrages entstehen sollten, niemals die verkauften Ländereien an die Kolonisten anfechten können, deren Grundbesitz unverbrüchlich und unversehrt  bleibt.

 

10.  M. Schroeder hat das Recht die Ländereien der Kolonisten zu demarkieren/abzustecken und zu roden, bevor sie unter den Kolonisten verteilt werden und der Bevollmächtigte LL.AA.RR. darf  sich nicht weigern Besitztitel zu unterschreiben , die ihm vom Direktor der Kolonie unterbreitet werden, mit einer Ausnahme: sollte die Anzahl der Ländereien zu verteilen genau angrenzend zu den vorher verteilten Ländereien sein, die eine größere Fläche Land darstellen als die vorher berechneten 8 Hektar pro Person. Außer  dem Vereinbarten und da alle Grundstück- Besitztitel  gültig sind, müssen dieselben auch vom Bevollmächtigten der LL.AA.RR. unterschrieben sein.

 

11. Die Divergenzen, die zwischen  LL.AA.RR. und M. Schroeder infolge von Interpretation oder Durchführung dieses Vertrages  auftreten sollten, werden von einem schiedsrichterlichen Gerichtshof entschieden, zusammengesetzt aus einem vom LL.AA.RR. bestimmten Richter, und einem zweiten Richter,  von M. Schroeder bestimmt  und einem  dritten ernannten Richter, so wie er hier fortan genannt werden wird,  als eine bloße  Gegenwart, laut Forderung der klagenden Partei .   Diese Richter werden als letzte Instanz gütlich entscheiden, also ohne Änderungen  oder andere  Bedingungen, außer den schon im Vertrag aufgeführten; die  Parteien verzichten darauf,  der Entscheidung zu widersprechen etwa durch  Berufung , die im zivilen  Antrag enthalten ist, oder durch Appellation.

 

Dergestalt, dass der vorliegende Vertrag nicht ausgeführt wird, bis zur Ankunft der ersten Kolonisten; schiedsrichterliche Sitz des Gerichtshofes wird London sein und der dritte Richter  wird von den beiden anderen Richtern vorgeschlagen , oder, sollte keine Einigkeit da sein, wird derselbe bestimmt durch den Zuständigen, laut Antrag der klagenden Partei.   Sobald der vorliegende Vertrag gültig wird, durch Ankunft der ersten Kolonisten, wird der schiedsrichterliche Sitz des Gerichtshofes  Rio de Janeiro oder São Francisco sein und der dritte Richter  wird als rechtmäßig ernannt und nicht weniger als die in Brasilien ernannten Richter werden den Vertrag aufheben, seine Entscheidung wird nicht souverän und durchführbar, bevor sie von den Parteien  bestätigt worden ist, so wie gewünscht .

 

12.   Um den vorliegenden Vertrag und vornehmlich den letzten Teil des Artikels 11 auszuführen, bezüglich der beiden Parteien, die in Brasilien zu vertreten sein müssen durch Jemanden der totale Vollmacht hat, dessen Namen und Adresse in 1nem Jahr, von diesem Datum an, mitzuteilen sind.

 

 Der Wohnort des dafür gewählten Sachwalters wird als der erwählte Wohnsitz  jeder einzelnen Partei festgesetzt, oder irgendeine wichtige Verbindung, Hinweise über Wohnort  oder irgendetwas von grosser Wichtigkeit, ohne Einhaltung der Termine gemäss der brasilianischen Gesetze. Diese Wohnsitz- Bestimmung steht in Verbindung mit der Gerichtsbarkeit der Ankunft der ersten Kolonistengruppe,  wodurch der schiedsrichterliche Gerichtshof gebildet ist, der in diesem Fall die Durchführung des Urteils der Richter erleichtert.      

 

13.  Es ist hiermit vereinbart, dass der Vertrag mit all seinen Klauseln von Herrn M. Schroeder auf eine Aktiengesellschaft übertragen wird, welche  ein Mindestkapital  von 300.000 Franken darstellen muss.  M. Schroeder garantiert das voran gegebene Kapital, indem er sich verpflichtet,  der Hauptanleger (Investor) zu sein. Er darf sich nicht zurückziehen ohne Jemanden vorzustellen, der auch LL.AA.RR.  Einwilligung bekommt. 

 

14.  Der vorliegende Vertrag wird innerhalb von mindestens 2 Monaten durch LL.AA.RR. ratifiziert, von diesem Datum an gezählt.

 

15.  Die Ausgaben, die sich auf diesen Vertrag beziehen, sei es in

Hamburg

,

London

oder Brasilien, werden von M. Schroeder gezahlt.

 

In zwei Kopien ausgestellt, in Hamburg am 5. Mai 1849.

 

Es unterschreiben:

(LS).............L.Aube     (LS).............C.M.Schroeder

 

Zeugen:

 

(es unterschreibt): F.T. Vrehmer    (es unterschreibt):  A J Ritter 

 

Stempel W.2196 und 2197    Vier Schilling    Datum: 5. Mai 1849

In der Anwesenheit von W. Eduard Schramm,

 

Notar in der Freien und Hansestadt Hamburg  und Zeugen.

 

Die  Unterzeichneten waren dabei: M. Louis François Léonce Aube wohnhaft in Paris in der  Strasse Grange Bateliere nº 17, hier in Hamburg anwesend, untergebracht im Hotel Europa, Alsterdamm 39.

 

Ernannter Vertreter als Spezieller Mandatar für alle Zwecke der LL.AA.RR, ihrer Hoheit Prinz und Prinzessin Joinville per Prokura die mir, dem Notar, das Folgende zeigte:

 

M. John Lise Venn, Notar in London, ernannt am 16. März 1849 in Chateau de Clairmont.

 

Auf der einen Seite, Herr Senator Christian Mathias Schroeder, in Hamburg wohnhaft in der Catherinenstrasse nº 40,

 

Auf der anderen Seite, diejenigen die den Vertrag  nach seiner Verlesung unterschreiben  

 

Und als so, vertraglich vereinbart, unterschreiben sie das Original und zwei Kopien 

 

Hamburg, den 5. Mai 1849

 

In Gegenwart des Notars und der Herren Friedrich Theodor Prohne und Adolph Ritter , zwei Zeugen, die ich kenne und sich rechtsgültig ausgewiesen haben.

 

( gez.) LS Not. Schramm 

 

 

VERMERK ÜBER DIE GEWÄHRUNGEN DER BRASILIANISCHEN REGIERUNG FÜR DIE BESETZUNG UND KOLONISATION DER LÄNDER DER LL.AA.RR.

1.  Einrichtung eines Zolls in der Provinz Santa Catarina  auf der Insel und am Ufer des Flusses São Francisco, in der Nähe des Dorfes das denselben Namen trägt oder an anderen Adressen die näher an den Ländereien der LL.AA.RR. liegen, sodass die Kolonisten, die in der Kolonie produzieren, mit ihren Eigentümern einsteigen können, um die Produktion ins Ausland zu bringen.

2.  Erlaubnis, dass die Schiffe sich verankern, auch wenn sie keine 100 Kolonisten an Bord haben, so festgesetzt dass es ein Verhältnis von 1 Kolonist zu 4 Tonnen Inhalt (Kapazität) ist. 

3.  Zoll Gewährung von Zollfreiheit für Güter, Samen, etc. die für Ackerbau sein sollen, für den Häuserbau und auch die benötigten Werkzeuge für den eigenen Gebrauch der Arbeit der Kolonisten , und für diejenigen, die die  Gesellschaft braucht für Dienstleistungen in der Kolonie, und für die Esswaren die den Unterhalt (das Überleben) der Kolonisten garantieren, diese werden in den ersten 5 Monaten die sie in der Kolonie sind, zurückgezahlt.   

4.  Alle nur möglichen Erleichterungen, um die Siedler einzubürgern.

5.  Die Kolonisten bekommen einen direkten Gebührenerlass für die 10 ersten Jahre,  in denen sie auf LL.AA.RRs. Ländern leben, und sie brauchen keinen Militärdienst leisten in ihrer Lebenszeit, abgesehen wenn sie im Distrikt der Nationalwache der eigenen  Kolonie sind.     

6.  Die Fahrkarten von Europa zur Kolonie sind frei (gratis) für die Familienangehörigen der Kolonisten, die unter 5 Jahre alt sind, und 19 forte (starke) Piaster für diejenigen, die unter 12 Jahre alt sind. Ausserdem bekommen sie 200 Piaster pro Jahr, solange dieser Vertrag gültig ist, bzw. 5 oder 10 Jahre.

Diese Zahlung soll durch die Rio de Janeiro Staatskasse bezahlt werden; später wird durch die Bevollmächtigen der Gesellschaft ein Schifftungszertifikat, am Ausgangspunkt des Diplomaten ( und/oder des diplomatischen Vertreters und des ansässigen brasilianischen Konsuls abgegeben. 

7.  Die Honorare der zwei deutschen Geistlichen, ein katholischer und ein lutherischer, welche die Kolonisten begleitet haben, wird von der brasilianischen Regierung gezahlt, so wie es in der Abmachung  zwischen diesen Geistlichen und der einladenden Gesellschaft steht, in einer Abmachung, die durch den Diplomaten und/oder den diplomatischen Vertreter im brasilianischen Konsulat am Ausgangspunkt ging.

8.  Die Kolonisten geniessen den Schutz, ihre abgestammte Religion auszuüben.  

9.  Der Kolonie sind freie Gemeinde(Bezirks)-Anstalten zugestanden, wie sie als Vorbild in Petropolis zu finden sind, sodass es den Kolonisten gestattet ist, ihre Richter (Bürgermeister) auszusuchen, um ihre Konflikte zu lösen, sowie wie die wichtigsten Einrichtungen  und Gemeinde Güter zu verwalten sind; deren Entschlüsse werden sorgfältig vorgeführt. Diese Richter müssen genauestens (streng) beraten, orientiert werden um beim Ausüben ihres Amts vom Provinz -Präsident geschützt zu werden, welcher, durch die Koloniedirektoren, eine Gruppe Soldaten zu Verfügung stellt, um die Kolonie polizeilich zu überwachen und zu schützen.

10. Dem Direktor der Kolonie steht es zu, die Sklavenarbeit auf den LL.AA.RR. Ländereien Schutz zu bieten  und ihnen den Genuss oder Verkauf von alkoholischen Getränken zu verbieten oder zu beschränken (Getränke die den Verstand angreifen).  

11. Das Versprechen in aller Genauigkeit die Gesetze/Gebote einzuhalten und auszuführen, so wie die Verträge die von der Gesellschaft, ihre Vertreter und ihre Kolonisten ausgegeben sind.     

Paragraph  Siegel. Siegel des Notars  Dr. Eduard Schramm

Hamburg 

Pro Vera Copia 

Schramm

 

Stempel Nº 2198

Vier Schilling

Für zwei Exemplare 

 

Datum: 5. Mai 1849 

Zusätzliche Artikel, beabsichtigt und nicht im Vertrag, zwischen,  dem Herrn Prinzen und der Prinzessin von  Joinville einerseits, und anderseits dem Herrn Senator Christian Matthias Schroeder. 

 

1.  Die Tausch und Verkaufsrechte, der 8 Meilen von der ersten Konzession/Gewährung so wie  Herrn  M. Schroeder versprochenen 12 Meilen werden von Herrn Schroeder bezahlt. LL.AA.RR. verpflichtet sich keine Konkurrenz des Letzteren mit Anderen anzufangen/anzufechten.  

 

2.  Die Nichtgewährung seitens der brasilianischen Regierung von dem, was im 6. Artikel bestimmt ist, darf nie als Anlass des Herrn

M. Schroeder benutzt  werden, um den Vertrag zu brechen; nur wenn er nicht die Zahlung der Fahrkarten der Minderjährigen bekommen sollte,   LL.AA.RR.  wird Herrn M. Schroeder eine Quadratmeile als Entschädigung gegeben von 1600 Hektar die an den Grenzen liegen und die auf der Karte stehen als die 8 Meilen gewährt wurden.  

Zwei Originalkopien sind in Hamburg ausgestellt worden am 5. Mai 1849                                                            

 Es unterschreiben                                                    

L. Aubé      (LS)                                                     

M.Schröder  (LS)

 

 

 

Pro Vera  Copia

 

Stempel und Unterschrift

Schramm 

Französische Abschrift in Druckschrift von: Eda Krambeck 

Vom Französischen ins Portugiesische übersetzt durch: Jorge Benigno dos Santos am 29. Mai 2012.

Vom Portugiesischen ins Deutsche übersetzt durch: Heinz Ehlert und Annelore Ehlert am 25.September 2012.

 

Es folgt die Unterschrift, ganz gleichlautend mit dem Attest, zuerst vorstehender im doppelt ausgefertigten Vertrag folgt der Plan von Sao Francisco, welcher auch unterschrieben ist.

 

(Die Unterschriften gelten auch für die folgenden beiden Abschriften sowie für den Plan von São Francisco.)

 Gez.: L. Aube

CM Schröder

 Betreffendes Gebiet

 

Paragraph 

Siegel. Siegel des Notars * Dr. Eduard Schramm

Hamburg 

Pro Vera Copia 

Schramm


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